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Pia 50-

Die ersten 50 Jahre in 10 Sätzen…..

 

Nach meinem Studium in Naturwissenschaften habe ich mit Unterrichten das erste Geld verdient und es bald einmal in eine halbjährige Australienreise investiert. Ich kam zurück mit der Idee, möglichst rasch wieder genügend Geld für eine nächste Reise zu sparen. Es dauerte zwar etwas länger als gewünscht, dafür verabschiedete ich mich das zweite Mal für ein knappes Jahr, diesmal gings nach Amerika und Kanada. Wieder in der Schweiz fand ich einen Job im Umweltschutz. Mit der Zeit brach jedoch das Reisevirus erneut aus, der Wunsch, mal eine ganz andere Kultur kennen zu lernen – südliches Afrika. Monatelang beobachtete ich beim Herumreisen fasziniert die unglaubliche Tierwelt; ich wollte mehr darüber lernen und machte einen Ranger-Kurs. Beim praktischen Prüfungsteil Schiessen flog ich aber mangels Militärerfahrung hochkant durch – aus der Traum mit der Betreuung eines Naturparks. Zurück in der Schweiz fand ich eine Anstellung beim Bundesamt für Umwelt (BAFU), eigentlich eine ideale Voraussetzung, als Beamtin etwas sesshafter zu werden. Aber eben nur eigentlich…. es war nicht das richtige Medikament, um mein Reisevirus zu kurieren. Vor 25 Jahren ging ich zum ersten Mal nach Südamerika und hier ist dann meine Seele hängengeblieben; seither zieht es mich immer wieder dahin zurück, es ist für mich wie eine zweite Heimat geworden.

Pia 50+

Und danach…..

 

Als Naturmensch liebe ich es, draussen zu sein, Naturschönheiten zu entdecken und sportliche Aktivitäten auszuüben. Das alles liess sich nicht so recht mit dem BAFU-Büroalltag vereinen. Nach 10 Jahren verabschiedete ich mich vom Beamtenleben, ohne konkrete Idee, wie meine Zukunft aussehen könnte. Offen für alles Neue, packte ich die mir gebotene Gelegenheit und führte Kulturwanderreisen – dies war ein 3-jähriges Gemeinschaftsprojekt von Kulturwege Schweiz und Leserreisen der Coopzeitung. Meine frühere Unterrichtstätigkeit, Reiseroutine und die langjährige Erfahrung als SAC-Tourenleiterin, all dies kam mir nun zugute.

 

Stand ich damals auf einer Kreuzung mit Abzweigungen in alle Himmelsrichtungen, so bin ich heute überzeugt, mit dem Führen von Kulturwanderreisen den richtigen Weg gewählt zu haben. Es gibt für mich nichts Schöneres, als Menschen ein Stück des Weges mitzunehmen und mit ihnen meine Leidenschaft und Begeisterung zu teilen, manchmal ihre Träume zu erfüllen und vielleicht neue zu wecken.